Hilma af Klints Werk ist erst seit den 80ger Jahren öffentlich wahrnehmbar, mit einer auch von der Autorin beabsichtigten Verspätung. Es ist ein seltsam geschlossenes Werk der frühen Moderne, das jetzt vielleicht auch wegen seiner seltsamen Entstehungsgeschichte seinen Platz finden kann - die Bilder sind medial vermittelt d.h. tatsächlich von af Klint als (religiösem) Medium ausgeführt worden.
Die Bilder projezieren sich als Stellvertreter ihrer (präparierten) Methodik: wie sie eine "Art" konzeptualisierte Psychodelia herstellen, ohne das konkret psychische Material der Autorin als "ich" zu benötigen.
Anders gesagt, formieren sie eine schleifenhafte Synthese aus christlichen und ornamental-organischen Formzeichen.
Noch anders gesagt, scheint die farbige Geschlossenheit des Werks groß aus der Unvereinbarkeit seiner blühenden und blutenden Teile.
Das Verfahren führt auch zur Provozierung (und Verletzung) des Motivs als "Blüte" aus dem Regelhaftem seiner Stilisierung.
Das Schema leuchtet elektrisch.
So wie sich die monumentale Größe der Bilder rückkoppeln läßt auf geschriebene handtellergroße Arabesken.



 
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